Studentin ist nervös und hat Angst bei der Prüfung
In vielen Fällen wird das Selbstwertgefühl vom Prüfungsergebnis abhängig gemacht.

Situative Beschwerden

Meist verläuft unser Leben nicht nach festen Gesetzmäßigkeiten. Vorhersehbarkeit, eine feste Ordnung und ein geregelter Ablauf sind selten gegeben. Zeiten überschäumenden Glücks, Geborgenheit und Sicherheit werden abgelöst von Phasen und Erlebnissen deren Bewältigung uns unsere Grenzen aufzeigen. Zu ihnen zählen Versagensängste bei Prüfungen, Demütigungen am Arbeitsplatz, das Scheitern von Partnerschaften wie auch Krisen die durch ein hormonelles Ungleichgewicht in den Wechseljahren hervorgerufen wurden.

Besondere Lebensphasen
Die Wechseljahre

Was sind die Wechseljahre?

Etwa dreißig Jahre nach der Pubertät durchleben Frauen eine erneute grundlegende hormonelle Veränderung ihres Körpers. Der Grund: Sukzessive kommt die Produktion der Sexualhormone Östrogen und Progesteron zum Erliegen. Die monatlichen Blutungen werden unregelmäßig und bleiben schließlich aus. Mit dem endgültigen Ausbleiben der Regelblutung endet auch die fruchtbare Zeit im Leben von Frauen. Diese Zeit des hormonellen Umbruches ist meist sowohl mit psychischen als auch physischen Problemen verbunden. Am weitverbreitetsten sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Mehr als die Hälfte der Frauen leiden darunter. Treten sie in der Nacht auf, rauben sie häufig den dringend benötigten Schlaf. Wie oft sie auftreten, wie stark sie ausfallen und wie lange sie andauern ist sehr unterschiedlich. Bei sehr vielen Frauen ist die hormonelle Veränderung auch mit psychischen Problemen verbunden. Zu ihnen zählen depressive Verstimmungen, eine niedrige seelische Belastbarkeit oder Angst vor der Zukunft.

Die Probleme, mit denen man in der Lebensphase der Wechseljahre konfrontiert wird, sind ein Zusammenwirken vieler Faktoren von unterschiedlicher Ursache. Die Behandlung nur einer von mehreren Ursachen wird der Problematik oft nicht gerecht. So kommt der Behandlung der nervös bedingten Störungen in den Wechseljahren, wie Ein- und Durchschlafstörungen, Verstimmungszustände, Leistungsschwäche und Zukunftsängsten eine besondere Bedeutung zu.

Nicht nur die körperliche, sondern auch die psychischen Aspekte bedürfen der Behandlung.

Auch Männer kommen in die Wechseljahre

Wechseljahre sind nicht nur Frauen vorbestimmt. Es gibt durchaus auch ein männliches Klimakterium. Seine Ursache lässt sich auf ein Abfallen des Testosteronspiegels (Testosteron ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon) zurückführen. Neben psychischen Symptomen wie innerer Unruhe oder Reizbarkeit können männliche Wechseljahre auch Potenzstörungen oder Schweißausbrüche zur Folge haben. Liegen solche körperlichen Symptome vor, sollte ein Arzt abklären, ob ihre Ursache tatsächlich im verminderten Hormonspiegel zu finden ist.


Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen und das Gefühl der Leere sind typisch für die Wechseljahre.

"Eigentlich müsste ich doch zufrieden sein. Die Kinder sind aus dem Haus und ich habe endlich etwas mehr Zeit für mich. Trotzdem fühle ich mich gereizt, bin plötzlich mit Dingen überfordert die ich doch früher spielend erledigt habe, bin lustlos und fühle mich überflüssig."

(Sabine, 56, Hausfrau)


Frau hat Wechseljahresbeschwerden und ist erschöpft
Wechseljahresbeschwerden äußern sich oft durch starke Erschöpfung.

"Mir wird alles zu viel. Ich habe das Gefühl ich schaffe das alles nicht mehr. Sehe nur noch Berge die ich überwinden muss – früher ging das doch auch. Mein Mann und ich waren immer sehr aktiv. Wir sind gereist und haben uns mit Freunden getroffen. Heute habe ich einfach keine Lust mehr zu gemeinsamen Unternehmungen. Mir fehlt der Antrieb, fühle mich immer erschöpft. Ich bin froh wenn ich meinen Büroalltag irgendwie bewältige und würde mich abends am liebsten einigeln."

(Helga, 54, Bürokauffrau)

Mobbing – Demütigung und Ausgrenzung

Nervöse Unruhe durch Mobbing

Was versteht man unter Mobbing?

Ob Beruf oder Studium und Schule – hier treffen Menschen aufeinander die sich meist wenig kennen und willkürlich einer Gruppe zugehörig sind. Es bilden sich Zwangsgemeinschaften in denen sich, meist aufgrund von Stresssituationen, Rivalitäten und Konflikte bilden. Mobbingopfer fühlen sich ausgegrenzt und gedemütigt.

Symptome die durch Mobbing entstehen können:

  • Wut
  • Trauer
  • Versagensängste
  • Schlafstörungen
  • Verlust von Selbstvertrauen
  • Psychosomatische Erkrankungen

Liebeskummer oder Trennung – wenn die Seele leidet

Liebeskummer / Trennung

Für viele Menschen bricht bei einer Trennung eine Welt zusammen. Sie fühlen sich verlassen, einsam. Selbstzweifel und Enttäuschung prägen die Zeit nach einer zerbrochenen Beziehung. Nicht wenige Betroffenen leiden in dieser Trennungsphase unter psychischen Problemen.

Symptome die nach einer Trennung auftreten können:

  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Innere Unruhe
  • Körperliche Abgeschlagenheit

Prüfungsstress

Was ist Prüfungsstress?

Eigentlich kennt es jeder: das mulmige Gefühl vor einer Prüfung. Doch ab wann spricht man von Prüfungsstress? Generell lässt sich sagen, dass Prüfungsstress durchaus nicht nur von ängstlichen Menschen empfunden wird. Denn bei vielen Menschen wird das Selbstwertgefühl unmittelbar vom Abschneiden der Prüfung abhängig gemacht. Versagensängste vor dem Nichterreichen der gesteckten Ziele sind die Folge. Im Extremfall kommt es zu Panikattacken oder dem Gefühl, ohnmächtig ausgeliefert zu sein

Symptome von Prüfungsstress:

  • Zittrige Knie / Hände
  • Herzrasen
  • Beschleunigte Atmung
  • Magenbeschwerden
  • Schweißausbrüche
  • Schwindelgefühle
  • Panik
  • Konzentrationsschwäche
  • Schlafstörungen

"Mein Examen rückt immer näher. Ich schlafe kaum noch, bin nervös und kann mich nur schlecht konzentrieren."

(Lena, 24, Studentin)